Spektakuläres STT-Wochenende auf dem Nürburgring (GP-Kurs)
Fahrer: Christian Spinnen (GER, Mönchengladbach)
Was für ein turbulentes, lehrreiches und spannendes Rennwochenende beim Finalrennen der Spezial Tourenwagen Trophy (STT)!
Auf dem Nürburgring GP-Kurs hielt das Wochenende für unseren Fahrer Christian Spinnen und unseren Traditionshyundai „Julka“ (#311) alle Facetten bereit – von Zeitplan-Chaos über bärenstarke Rundenzeiten bis hin zu den Tücken eines echten Wet-Race.
Für Christian war es erst der zweite Einsatz überhaupt hinter dem Steuer von Julka – nach seinem vorherigen Start in der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) hieß es nun: Feuertaufe in der STT!
Freitag: Eingewöhnung auf der GP-Strecke
Am Freitag ging es ins 30-minütige freie Training. Für Christian galt es, nach den Erfahrungen aus der RCN schnell Vertrauen zu Julka auf dem GP-Kurs aufzubauen und den Rhythmus im Rahmen des STT-Feldes zu finden. Die Abstimmung passte für den ersten Schuss nicht 100%ig, Julka lag nicht stabil genug beim Lastwechsel auf der Piste.
Wir passten das Setup auf Christians Bedürfnisse an.
Das Team ging bestens vorbereitet und hochmotiviert in den Samstag.
Samstag: Verschiebungen, Öl & gestrichene Fahrzeit
Der Samstag verlangte allen Beteiligten viel Geduld ab: Eine Ölspur auf der Strecke verzögerte den Trainingsstart erheblich. Die Rennleitung musste schließlich durchgreifen und den Zeitplan komplett umwerfen – Rennen 1 wurde auf Sonntag verschoben.
Zudem wurde das Qualifying drastisch eingedampft: Die Qualifyings mit jeweils 40 Minuten Fahrzeit wurden auf 20 Minuten verkürzt. In der kurzen Zeit eine freie Runde auf dem GP-Kurs für eine Top-Zeit zu erwischen, war eine echte Herausforderung.
Sonntag: Rennen 1 – Starker Speed, kleiner Wermutstropfen beim Stopp
Am Sonntag ging es endlich in die volle Renn-Action:
* P5 in der Klasse
* P15 Gesamt in der STT
Christian zeigte auf der Strecke eine absolut beeindruckende Performance und brannte mit Julka eine hervorragende 2:20.305 als persönliche Bestzeit in den Asphalt der Eifel!
Beim Boxenstopp verpassten wir das dafür vorgesehene Zeitfenster knapp und kassierten eine Zeitstrafe, die sich aber zum Glück nicht auf die Position im Rennen ausgewirkt hat. Christian selbst hat ein makelloses Rennen gefahren und gezeigt, welches Potenzial in dieser Kombination steckt!
Rennen 2: Tückisches Wet-Race & Kampfgeist im Eifelregen
Im zweiten Rennen zeigte sich die Eifel von ihrer gewohnt nassen Seite: Wet-Race! Bei extrem tückischen Verhältnissen verlangte streckenweise stehendes Wasser den Fahrern alles ab.
Christian kämpfte tapfer mit den Bedingungen, hatte jedoch im Verlauf des Rennens – live im Stream zu sehen – insgesamt 3 Dreher auf der rutschigen Piste. Trotz den Schrecksekunden bewahrte er kühlen Kopf, fing Julka jedes Mal sauber ab, brachte den Hyundai unbeschadet ins Ziel und sicherte uns am Ende erneut einen soliden 5. Platz in der Klasse.
Fazit:
Ein typisches Eifel-Wochenende mit allen Höhen und Tiefen! Wir nehmen die bärenstarke Rundenzeit von Christian aus Rennen 1 mit, haben als Team eine wichtige Lektion bezüglich des Boxenfensters gelernt und Julka trotz Dauerregen im zweiten Rennen sicher nach Hause gebracht. Christian hat nach seinem RCN-Debüt erneut bewiesen, wie schnell er sich auf neue Bedingungen einschießen kann!
Ein riesiges Dankeschön an Christian für seine starke Leistung und den tollen Einsatz, danke an die Boxencrew für die Vorbereitung und an alle Fans fürs Daumendrücken!
Fotos
Sandro Feiler








