Von insgesamt neun gestarteten Teilnehmern nur vier Fahrzeuge im Ziel
Nach der zweimonatigen Motorsportpause der Nürburgring-Langstrecken-Meisterschaft kehrt Mertens Motorsport zum sechsten Lauf zurück und besticht mit einer vielfältigen Fahrerbesetzung: neben unseren Saisonfahrern Ralf Wiesner, Richard Schäfer und Jeff Ricca griffen dieses Mal zusätzlich der bisher in der RCN sehr erfolgreiche und bekannte Niklas Walter und unser langjähriges „Ass im Ärmel“ sowie Stammfahrer der Saison 2023 Christian Dannesberger ins Lenkrad.
Mit den Fahrerbesetzungen „Ralf“ #491 (Ralf Wiesner, Jeff Ricca) sowie „Julka“ #492 (Richard Schäfer, Christian Dannesberger und Niklas Walter) stellte das Rennteam aus Müllenbach an diesem Rennwochenende eine starke Fahrerkonstellation und erhoffte sich nach einer mäßig erfolgreichen ersten Saisonhälfte ein Rennwochenende ohne größere Schäden und mindestens eine Podiumsplatzierung.
Freitagstraining
Das Freitagstraining bestritten alle fünf Fahrer auf unserer #491 „Ralf“. Um bei diesen extremen Luft- und Asphalttemperaturen kompetitive Rundenzeiten in den glühenden Asphalt zu brennen und dabei das Risiko eines Reifenschadens oder technischen Ausfalls so gering wie möglich zu halten, wurde der Freitag vor allem für eine Anpassung des bestehenden Fahrzeugsetups und des Reifenluftdrucks genutzt.
Qualifying: starken vierten & sechsten Platz
Am Morgen des Renntages galt es zunächst, sich im Qualifying in der stark umkämpften Klasse VT2-FWD+AWD für das anstehende 4h-Rennen möglichst schnell weit vorne zu positionieren. Von insgesamt neun Fahrzeugen und einem Abstand auf den dritten Platz von gerade einmal 0,67 Sekunden konnte Jeff Ricca mit einer 9:38.111 Minuten die #491 „Ralf“ auf einen starken vierten Platz stellen. Niklas Walter erfuhr auf der #492 „Julka“ einen soliden sechsten Platz mit einer Rundenzeit von 9:59.524 Minuten.
In der Pause zwischen Qualifying und Startaufstellung bekam es das Team um Teamchef Daniel Mertens mit einem defekten Stoßdämpfer zu tun: in der allerletzten Sekunde gelang der Einbau und ein Nachstarten aus der Boxengasse wurde durch Teamarbeit und vollem Einsatz der Mechaniker somit erfolgreich vermieden.
Das Rennen: Bestzeiten im Rennen
Bei hochsommerlichen Temperaturen startete die Startgruppe 3 in den sechsten Lauf der Nürburgring-Langstrecken-Serie. Die Startfahrer Ralf Wiesner und Richard Schäfer pilotierten die Hyundais sicher im Parallelflug durch das Klassement und setzten gleichzeitig die Bestzeiten beider Fahrzeuge im Rennen (#491: 10:10.087 Minuten und #492: 9:49.974 Minuten).
#492 „Julka“ mit Turbolader-Schaden ausgeschieden
In der 12. Rennrunde sollte sich der Kurs auf das Podium der #492 „Julka“ schlagartig ändern. Mit einem nach RCN 5 erneuten Schaden des Turboladers verabschiedete sich unser Fahrer Christian Dannesberger unfreiwillig aus dem spannenden Klassenkampf. Er musste das Fahrzeug nach dem Streckenabschnitt „Caracciola Karussell“ brennend abstellen und erlitt dabei eine leichte Rauchgasvergiftung. Gerade für den ambitionierten Saisonfahrer Richard Schäfer ein weiterer Rückschlag, da er diese Saison sein Talent noch nicht in ein Top-Ergebnis ummünzen konnte.
Ein Zweikampf der #480 (Audi S3, Dupré/ Nett/ Nett) und der #495 (VW Golf 8 GTI Clubsport, Fritzsche/ Bohrer) sorgte ebenfalls für ein beidseitiges Ausscheiden genannter Teilnehmer im letzten Drittel des Rennens. Im letzten Stint konnte somit Jeff Ricca, Fahrer in der TC America und Teamchef von Ricca Autosport, auf den dritten Platz vorfahren. Von insgesamt neun gestarteten Teilnehmern sind lediglich vier Fahrzeuge im Ziel angekommen: diese Bilanz zeigt erneut sehr deutlich auf, dass es sich bei den Produktionswagen mit Front- und Allradantrieb um eine der anspruchsvollsten Klassen der NLS handelt.
Fazit
Am Ende steht ein verdienter und hart erkämpfter dritter Platz für die #491 mit den Fahrern Ralf Wiesner und Jeff Ricca in den Büchern. Im Hinblick auf das Gesamtergebnis war aber auch dieses Mal das Rennglück nicht komplett auf der Seite von Mertens Motorsport. Aufgeben ist keine Option; der Kampf um Platzierungen mit Cupra, VW und Audi bleibt spannend und geht in die alles entscheidende zweite Saisonhälfte. Weiter geht es am 1. August mit NLS 7 „KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen“.




