Renn­be­richt NLS 8 & 9

Tur­bu­len­ter Doub­le­hea­der

  • ADAC Rein­ol­dus-Lang­stre­cken­ren­nen am 12.09.2026
  • ADAC ACAS Cup am 13.09.2026
NLS8 2026 Rennbericht
NLS8 2026 Rennbericht
NLS8 2026 Rennbericht
NLS8 2026 Rennbericht
NLS8 2026 Rennbericht
NLS8 2026 Rennbericht
NLS8 2026 Rennbericht
NLS8 2026 Rennbericht

Ein Wech­sel­bad der Gefüh­le und extre­me Her­aus­for­de­run­gen präg­ten das NLS-Dop­­pel­­wo­chen­en­­de für Mer­tens Motor­sport. Trotz star­ker Team­leis­tung und schnel­lem Kri­sen­ma­nage­ment blieb der Mann­schaft der ver­dien­te Lohn ver­wehrt.

Frei­tag:

Das Renn­wo­chen­en­de star­te­te mit einer star­ken Fah­rer­be­set­zung auf dem Fahr­zeug „Ralf“ (#491): Jeff Ric­ca, Richard Schä­fer und Jar­no D‘ Hauw wech­sel­ten sich am Steu­er ab.

Zahl­rei­che Zwi­schen­fäl­le auf der Stre­cke führ­ten zu häu­fi­gen Code-60-Pha­­sen, was kon­ti­nu­ier­lich gute Run­den­zei­ten erschwer­te. Zudem sorg­ten plötz­li­che Regen­fäl­le für schwie­ri­ge Ent­schei­dun­gen beim Rei­­fen-Set­up. Ange­sichts der wid­ri­gen Bedin­gun­gen zog das Team ein soli­des, wenn auch nicht feh­ler­frei­es Fazit und konn­te wich­ti­ge Set­up-Arbeit erle­di­gen.

Sams­tag:

Richard Schä­fer bestritt das Qua­li­fy­ing für den ach­ten Lauf der Nür­burg­ring Lan­g­s­tre­­cken-Serie und sicher­te dem Team eine viel­ver­spre­chen­de Aus­gangs­po­si­ti­on.

Das 4h-Ren­­nen begann plan­ge­mäß. Im zwei­ten Stint kam es jedoch zu einem schwe­ren Unfall in der Stre­cken­pas­sa­ge „Fuchs­röh­re“. Jar­no D‘ Hauw ver­lor unver­schul­det die Kon­trol­le über das Fahr­zeug und schlug in einem stump­fen Win­kel in die Leit­plan­ke ein. Auf­grund von kör­per­li­chen Beschwer­den muss­te der Fah­rer zur Unter­su­chung in das Kran­ken­haus nach Ander­nach trans­por­tiert wer­den.

Glück­li­cher­wei­se gaben die Ärz­te schnell Ent­war­nung. Die anschlie­ßen­de Ana­ly­se der Onboard-Kame­ra­­bil­­der zeig­te, dass Jar­no bereits Run­den zuvor über ein ver­lo­re­nes Fremd­bau­teil eines ande­ren Fahr­zeugs gefah­ren war: Der dar­aus ent­stan­de­ne schlei­chen­de Rei­fen­scha­den führ­te zum hef­ti­gen Abflug in der Fuchs­röh­re.

Da das Ein­satz­fahr­zeug „Ralf“ irrepa­ra­bel beschä­digt war, dis­po­nier­te das Team kurz­fris­tig um. Mit gro­ßem logis­ti­schem Auf­wand wur­de das Schwes­ter­fahr­zeug „Jul­ka“ für die ver­blei­ben­den Fah­rer Jeff Ric­ca und Richard Schä­fer für Sonn­tag nach­ge­mel­det und vor­be­rei­tet.

Sonn­tag:

Jeff Ric­ca über­nahm das Qua­li­fy­ing für NLS 9 unter extrem wech­sel­haf­ten Wet­ter­be­din­gun­gen mit teils nas­ser, teils tro­cke­ner Stre­cke. Nach dem Renn­start um 12:00 Uhr ver­lief der ers­te Stint abso­lut viel­ver­spre­chend.

Ein aus noch unge­klär­ter Ursa­che blo­ckier­tes Rad vorn-links und ein dar­aus resul­tie­ren­der Rei­fen­scha­den stopp­te die Auf­hol­jagd von P5 aus. Jeff Ric­ca muss­te mit einem kom­plett zer­fetz­ten lin­ken Vor­der­rad zurück in die Box fah­ren. Er blieb dabei aber glück­li­cher­wei­se unver­letzt und konn­te einen Ein­schlag ver­hin­dern.

Obwohl die Boxen­crew sofort ver­such­te, „Jul­ka“ für die ver­blei­ben­de Renn­di­stanz zu repa­rie­ren, fehl­ten die not­wen­di­gen logis­ti­schen Kapa­zi­tä­ten. Die benö­tig­ten Ersatz­tei­le waren nicht recht­zei­tig an der Stre­cke ver­füg­bar, wes­halb das Team den Wagen vor­zei­tig zurück­zie­hen muss­te.

Mer­tens Motor­sport ver­bucht das Wochen­en­de trotz zwei­er Aus­fäl­le als Beweis für den unbän­di­gen Team­geist und die pro­fes­sio­nel­le Reak­ti­ons­fä­hig­keit der gesam­ten Crew in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen.

Der Fokus liegt nun ganz auf der Gene­sung von Jar­no D‘Hauw und der Vor­be­rei­tung der Fahr­zeu­ge für die nächs­ten Ein­sät­ze in RCN, CTT, STT & natür­lich der NLS.

Fotos:

San­dro Fei­ler (@sandros_fotomanufaktur)
Andre­as Hamann
Den­nis P.

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